Am Montag, den 17. März, wurden wir von Pfarrer Harold van Overbeek durch das historische und wunderschöne Bistum Roermond geführt, wo wir von Seiner Exzellenz Bischof Ron van den Hout empfangen wurden. Der neu ernannte Bischof sprach herzlich mit der Delegation aus Oradea über die aktuellen Herausforderungen internationaler Hilfsprogramme und versprach starke Unterstützung zur Stärkung der niederländisch-rumänischen Beziehungen.

Am Nachmittag besuchten wir eine außergewöhnliche Frau, Toos Aertz, in ihrem Pflegeheim in der Stadt Horst. Zusammen mit ihrem Ehemann Harry Aertz begann sie 1983 Hilfsaktionen für Osteuropa, zunächst für Polen und später, ab 1999, regelmäßig für Rumänien, den Kosovo und Nordmazedonien. Für ihre Arbeit wurde sie mit einer niederländischen königlichen Auszeichnung geehrt. Sie ist seit Jahrzehnten eine geschätzte Unterstützerin und Freundin, und wir verbrachten gemeinsam einen nostalgischen Nachmittag. Aus ihren sorgfältig geführten Fotoalben tauchten wertvolle alte Bilder auf, die fast vergessene Momente aus der Geschichte von Caritas festhielten. Diese Fotos weckten alte Erinnerungen und zauberten sowohl der betagten Dame als auch der Caritas-Delegation ein Lächeln ins Gesicht. Wir hoffen, sie noch viele weitere Male besuchen zu können.

Am Abend fanden wir Ruhe im beeindruckenden Kloster der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut in dem Dorf Aarle-Rixtel, wo wir gemeinsam mit Mitgliedern dieser internationalen Schwesterngemeinschaft an einer Abendmesse teilnahmen.

Am Dienstag, den 18. März, besuchten wir den Wohltätigkeitsladen Vincentius Vereniging in Schijndel. Was 1987 als kleine Initiative begann, hat sich mittlerweile zu einem wichtigen regionalen Akteur entwickelt, der auf fast tausend Quadratmetern operiert. Mehr als 100 Freiwillige sammeln und verkaufen gespendete Gegenstände, deren Erlöse verschiedene soziale Programme finanzieren – darunter ein Lebensmittelhilfeprogramm, das derzeit über dreißig Bedürftige unterstützt. Zudem sind sie seit Langem engagierte Unterstützer von Caritas Catolica in Oradea. Während unseres Besuchs konnten wir einen Blick hinter die Kulissen ihrer Arbeit werfen. Ihr Modell ähnelt den Caritas-Läden in Oradea, jedoch in einem viel größeren Maßstab und mit starkem Gemeinschaftssinn, wodurch wir wertvolle Best Practices gewinnen konnten.

Mittags trafen wir uns mit Diakon Vincent de Haas, der eine Einrichtung in Breda leitet, die sich um pensionierte Geistliche kümmert. Der lokale Franziskanerorden "Alles voor Allen" unterstützt Caritas Catolica seit Jahrzehnten maßgeblich – sei es bei der Renovierung des St.-Joseph-Zentrums, der Förderung des häuslichen Pflegedienstes oder in Krisenzeiten, etwa nach dem Brand unseres Lagers. In den letzten Jahren wurden diese wohltätigen Bemühungen durch die engagierte Unterstützung von Herrn De Haas ermöglicht, wofür wir unsere tiefe Dankbarkeit ausdrückten. Ein besonderer Moment war die unerwartete Begegnung mit einem der Bewohner, dem pensionierten Priester Jan Zwirs, der Jahrzehnte als Missionar in Indonesien tätig war und faszinierende Geschichten über sein bemerkenswertes Leben erzählte.

Den Tag ließen wir bei einem warmherzigen, familiären Abendessen mit unseren langjährigen Freunden Ad van den Brand und Jozef van Iersel sowie deren Angehörigen ausklingen. Sie sind nicht nur unschätzbare Sponsoren, sondern haben auch eine entscheidende Rolle bei der Organisation und Stärkung der internationalen Partnerschaften von Caritas gespielt. Besonders erfreulich war es, Ad in guter Gesundheit zu sehen, der trotz seines hohen Alters von über neunzig Jahren immer noch ein aktives Mitglied der lokalen Freiwilligengemeinschaft ist.

Den Mittwoch (19. März) begannen wir mit einer Heiligen Messe zu Ehren aller Josephs, die an diesem Tag ihren Namenstag feierten, in der Kapelle der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut. Nach der Zeremonie überbrachten wir spezielle Glückwünsche an József Rajna, den Direktor von Caritas.

Am Morgen besuchten wir die Freiwilligen der SOEB-Stiftung in Boskoop und konnten beobachten, wie sie gespendete Güter sammeln, sortieren und für den Transport nach Oradea vorbereiten. Es war eine Freude, sie persönlich kennenzulernen und mit ihnen bei einer typisch niederländischen Kaffeepause mit Gebäck ins Gespräch zu kommen. Ihre fleißige Arbeit, die an Bienen erinnert, sorgt das ganze Jahr über für Unterstützung der Bedürftigen in Rumänien.

Zur Mittagszeit nahmen wir an einer großen Gemeinschaftsversammlung mit festlichem Mittagessen im örtlichen Kirchenzentrum De Stek teil. Auf Einladung der Stichting Oost Europa Boskoop kamen führende Persönlichkeiten des humanitären Sektors zusammen. Ria Beukenkamp, die Leiterin von SOEB, würdigte das unermüdliche Engagement für die Osteuropahilfe. Im Namen der rumänischen Delegation bedankte sich Domherr József Rajna, der Generaldirektor von Caritas, mit den Worten: "Obwohl wir verschiedene Sprachen sprechen, teilen wir eine gemeinsame: die Liebe. Indem wir diesem Weg folgen, stärken wir uns gegenseitig." Zudem erinnerte er kurz an verstorbene Wohltäter. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Gelegenheit zum Networking, zum Aufbau neuer Kontakte und zur Wiederbegegnung mit langjährigen Unterstützern wie Jan und Coby Willemsen aus Apeldoorn.

Am Nachmittag besuchten wir den Wohltätigkeitsladen von Woord en Daad und bewunderten ihre effizienten Betriebsabläufe und Organisationsstrategien, die sie zu einem der größten karitativen Netzwerke der Niederlande gemacht haben. Mit rund 30 Geschäften und über 2.000 Freiwilligen finanzieren sie zahlreiche soziale und nachhaltige Projekte in Asien, Afrika und Südamerika. Die Gespräche mit dem Verwaltungsteam boten uns eine hervorragende Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Verhandlung materieller Unterstützung.

Am Donnerstag, den 20. März, besuchten wir unsere alten Freunde und Unterstützer in Uden. Dort betreibt die lokale Hilfsorganisation Caritas St. Petrus einen Kleiderladen für Bedürftige in einem alten Pfarrgebäude. Sie sammeln zudem zahlreiche neue und gebrauchte Waren, die als Hilfsgüter nach Osteuropa gesendet werden.

Am letzten Tag unserer Reise, Freitag, den 21. März, hielten wir ein Treffen mit Yvonne van den Boomen ab, die uns die langfristige und großzügige Unterstützung eines niederländischen Treuhandfonds zusicherte. Am Nachmittag besuchten wir das Secondhand-Geschäft und Recyclingzentrum der Stiftung "d’n Einder" in Sint-Oedenrode, wo etwa hundert Freiwillige arbeiten, um alten Gegenständen neues Leben einzuhauchen.

Nach diesem Besuch nahte der Moment des Abschieds. Wir verabschiedeten uns herzlich von Pfarrer Harold van Overbeek, unserem wunderbaren Begleiter während der gesamten Woche, und versprachen, uns bald wieder in Oradea zu treffen.